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Der kleine Cocker Willi hatte lange ein wunderbares Hundeleben. Er wurde von seinem Herrchen geliebt, er machte lange Spaziergänge und seine Hundewelt war einfach in Ordnung. Doch dann wurde sein Herrchen krank, so schwer krank, das er immer weniger Kraft hatte, mit ihm spazieren zu gehen. Damit Willi und sein geliebtes Herrchen zusammen bleiben konnten, zog die alte Mutter von Willis Herrchen extra zu den Beiden. Aber seinem Herrchen ging es immer schlechter und die Spaziergänge fielen immer öfters aus und die Mutter von Willi´s Herrchen war mit 90 Jahre nicht mehr in der Lage, mit ihm spazieren zu gehen.

So wurde es Zeit, für Willi ein neues Zuhause zu finden. Willis Herrchen wusste inzwischen, das seine Zeit abgelaufen war und ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde, für Willi ein neues Zuhause zu finden. So wandten sich Willi´s Herrchen und seine alte Mutter an ein Tierheim mit der Bitte um Hilfe für Willi. Aber gerade dort, wo man ein großes Herz für Tiere haben sollte, wurde Willi die Hilfe verweigert. Er wäre zu alt, um ihn aufzunehmen und noch ein Zuhause für ihn zu finden, man sollte doch mit ihm zum Tierarzt gehen und ihn dort töten lassen. Das war ein harter Schlag für Willis Herrchen, er wollte seinen kleinen Freund doch nicht unversorgt zurück lassen und Willi lebte doch so gerne. Aber niemand wollte den Beiden helfen, so fasste sich Willis Herrchen ein Herz und ging den letzten Weg mit seinem geliebten Hund zu einem Tierarzt.

Doch der Tierarzt wollte Willi nicht töten. Willi war gesund und lebensfroh, zwar nicht mehr ganz jung, aber das wäre kein Grund ihn zu töten. Was nun? Die Tage von Willis Herrchen waren gezählt und die Mutter von Willi´s Herrchen konnte Willi einfach nicht mehr versorgen, auch wenn sie es so gerne getan hätte.

Da erinnerte sich der Tierarzt, von einem Hof für alte Tiere in der Nähe gehört zu haben und klemmte sich ans Telefon, um für Willi doch noch dort einen Platz zu finden. Und er hatte Erfolg, nachdem die Leute dort von Willis Schicksal gehört hatten, haben sie sofort zugesagt, Willi ein neues Zuhause zu geben und sind dann auch gleich losgefahren, um Willi zu holen. Der Abschied von seinem Hund fiel Willis Herrchen sehr schwer, aber er war überglücklich, das wenigsten Willi weiter leben würde.

Auch wenn Willi sein Herrchen sehr vermisst, er findet sein neues Leben super. Es ist immer jemand da, er kann mit seinen neuen Hundefreunden den ganzen Tag wenn er möchte, draußen rumstromern und, was ganz wichtig ist, er hat seine große Liebe, die alte Hündin Lisa auf dem Hof gefunden.

Willi´s Herrchen ist wenige Wochen später gestorben, aber er starb mit der Gewissheit, das es Willi gut geht und er ihn irgendwann an der Regenbogenbrücke wieder in den Arm nehmen kann.



April 2008

Durch die Mithilfe zweier Internetforen wurde Nikki durch eine Tierfreundin aus Minden von einem Pferdehändler freigekauft. Durch den Händler mit 18 Jahren angepriesen, stelle sich schnell heraus, das Nikki um die 30 Jahre alt ist. Eigendlich sollte Nikki gleich von dem Händler in Sachsen-Anhalt nach Minden reisen. Aber sie brach nach wenigen Kilometern im Hänger zusammen und sollte sich hier nur erholen um einem zweiten Pferd in Zukunft Gesellschaft zu leisten. Leider stellte sich heraus, das Nikki nicht nur völlig unterernährt und verwurmt war, auch die Hufe waren in einem sehr schlechten Zustand. Sie waren lange Zeit nicht gemacht worden und der Hufstrahl in beiden Hinterbeinen war völlig durchgefault. Daher war abzusehen, das Nikki wohl eine lange Zeit hier bleiben würde.

Mai 08

Inzwischen hat sich Nikki gut eingelebt und nimmt auch nach und nach zu. Im Moment darf sie stundenweise mit auf die Koppel zu den anderen Ponys. Leider ist Nikki nicht das ideale Beistellpony, da sie die Gegenwart von anderen Pferden und Ponys zwar duldet, aber sofort weggeht, wenn ein anderes Tier ihr zu Nahe kommt. So ist inzwischen entschieden worden, das Nikki hier bei uns bleibt. Sie fühlt sich hier wohl und wir wollen ihr den doch weiten Transport nicht mehr zumuten.


Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art bekamen wir am 2. Dez.06 Bei dem Geschenk handelt es sich um die Stute Selma. Ihr bisheriger Besitzer gab sie aus Geldmangel bei uns ab. Wie alt Selma ist, wusste er leider auch nicht. Er hatte die Stute aus Mitleid einem Händler abgekauft und sie auf die Koppel gestellt. Dort gab es leider keinen Unterstand und auch kein zusätzliches Futter. Auch ging Selma bis vor kurzem noch als Reitpferd. Da Selma Athrose in den Vorderbeinen hat und inzwischen auch Problemen mit der Hinderhand hat, bekamen wir Selma heute geschenkt. Über den Zustand von Selma brauchen wir hier nichts zu schreiben, selbst jemand, der keine Ahnung von Pferden hat, kann den erbärmlichen Zustand erkennen.


Selma braucht jetzt jede Menge gutes Futter, damit wir sie über den Winter bekommen. Auch wenn wir es nicht gerne sagen, aber hier brauchen wir dringend jede Art von Hilfe. Besonders über einen Paten würden wir uns sehr freuen.


Nachdem Selma die ersten zwei Tagen fast nur gelegen hat, ist sie mir heute morgen zum erstenmal entgegen gekommen. Auch belastet sie inzwischen alle vier Beine. Bei ihrer Ankunft konnte sie kaum laufen. Ihr Futter nimmt sie gut an und kann trotz ihrer Fehlstellung der Zähne das Heu gut kauen. Morgen kommt die Tierärztin und schaut sie sich an. Vielleicht wissen wir dann auch ungefähr, wie alt sie ist. Jedenfalls scheint sich Selma hier wohl zu fühlen, sie macht einen sehr entspannten und neugierigen Eindruck. Jeder Besuch bei ihr wird mit einem zärtlichen Wiehern begrüßt. Sie ist einfach ein Schatz.

Inzwischen gab es auch schon die ersten Hilfsangebote. So sind einige Säcke Pferdefutter avisiert, die dringend benötigte Wurmbehandlung bezahlt und Decken für Selma auf dem Weg zu uns. Allen Helfern ein großes Dankeschön. Ein besonderes Dankeschön geht an Mo und Manu, die die Geschichte von Selma in verschiedenen Foren veröffentlichst haben. Daraufhin haben sich einige Leute schon per Mail und Anruf bei uns gemeldet.

5.Dez.06 Heute war die Tierärztin da und hat Selma untersucht. So wie es aussieht, haben wir gute Chancen, das Selma wieder ein richtiges Pferd wird.  Laut TÄ ist Selma so um die 15 Jahre und ein Mix mit Araberanteil. Der Allgemeinzustand ist zwar noch lange nicht gut, aber es besteht soweit kein Grund zu Sorge. Sie ist aufmerksam und hat wache Augen, frißt gut. Heute gab es daher die erste von mehreren Wurmkuren. Die Zähne müssen zwar gemacht werden, die hat aber noch Zeit bis sich der allgemeine Gesundheitszustand gebessert hat. Die Fehlstellung kommt höchstwahrscheinlich von einem Tritt oder Schlag. Selma kann ohne Probleme fressen. Ihre Hinterbeine sind zwar noch geschwollen, aber dies wird sich bessern, sobald sie sich mehr bewegt. Allerdings ist eine Zitze dick geschwollen, aber nicht heiß. Im Moment wollen wir es im Auge behalten, den zuviele Medikamente könnten in diesem Zustand mehr schaden als nützen.

Inzwischen sind schon einige Geld - und Futterspenden für Selma eingegangen, für die wir uns ganz herzlich bedanken wollen. Schade, das ich hier nicht Selmas zärtliches Wiehern einstellen kann, mit dem sie mich immer begrüßt. Es geht mir immer sehr nahe, wenn sie sich so über die Anwesenheit von Menschen freut. Warum können Tiere verzeihen, wir Menschen aber nicht ?   

17 Dez.06 Selma geht es immer besser. Die geschwollene Zitze ist zum Glück zurück gegangen. Selma wird immer munterer und nimmt langsam zu. Leider mussten wir die Tage feststellen, das bei Selma ein Geschwür aufgebrochen ist. Es wird zur Zeit behandelt, macht mir aber Sorgen. Selma läßt die Behandlung geduldig über sich ergehen. Aus ihr wird sicher mal ein hübsches Pferd. Allerdings werden wir darauf noch etwas warten müssen. Zur Zeit können wir Selma auch noch nicht mit den anderen Pferden zusammenstellen, dafür ist ihr Futterzustand noch nicht gut genug. Sie hat aber Blickkontakt und kann auch die ersten näheren Kontakte mit den anderen Pferden aufnehmen. 

09.Januar 07 Selma ist jetzt schon einen Monat bei uns. Sie hat zugenommen und darf inzwischen auch zu den anderen Pferden und Ponys. Sie hat zwar noch keine Freunschaft zu den anderen Pferden aufbauen können, tobt aber inzwischen mit über den Auslauf. Es ist einfach nur eine große Freunde, sie dabei zu beobachten. Zum Glück fängt das Geschwür, das kurz vor Weihnachten aufgebrochen ist, zu heilen an. Es hat uns sehr viel Sorge gemacht. 

30. Januar 07 Es gibt gute und schlechte Neuigkeiten von Selma. Das Geschwür, das schon fast verheilt war, ist inzwischen wieder aufgebrochen. Das Imunsystem von Selma spielt einfach noch nicht mit. Selma steht daher weiterhin unter ärztlicher Aufsicht. Ansonsten macht sich Selma sehr gut. Beim füttern steht sie schon mitten unter den anderen Pferden, läßt sich aber immer noch vom kleinsten Shetty vertreiben. Daher steht sie nachts im Stall, damit sie in Ruhe ihr Futter fressen kann. Man kann zusehen, wie sie zunimmt und immer aufgeweckter wird. Nur ihr Fell ist noch stumpf und ohne Glanz. Aber das wird sich sicher nach dem Fellwechsel ändern.

07. März 07 Selma ist inzwischen wieder schön rund. Allerdings sieht sie derzeit aus wie ein gerupftes Huhn. An großen Stellen hat sie ihr Winterfell schon verloren, an anderen Stellen ist es noch richtig dick. Leider bricht ihre Wunde weiterhin immer wieder mal auf. Ansonsten findet sie langsam Anschluß an die anderen Pferde. Sie steht mit den Anderen am Heu, hat aber noch niemanden zum Fellkraulen gefunden. Sie ist wirklich aufgeblüht und hat kaum noch Ähnlichkeiten mit dem Pferdewrack, das uns im Dezember gebracht wurde. 

22.April 07 Selma (im Bild links liegend) macht immer mehr Fortschritte. Zwar geht es mit dem Fellwechsel noch nicht so richtig weiter, aber Selma ist wieder ein richtiges Pferd. Auf dem Weg zur Koppel ist sie kaum zu bremsen und fühlt sich jetzt auch in der Gegenwart der anderen Pferde und Ponys richtig wohl. Langsam fängt sie an, Freundschaft zu schließen. Ihre Favoritin ist im Moment unsere Trakehnerstute Lyrika. Die Wunde von Selma ist inzwischen verheilt. Ein großes Dankeschön geht in diesem Zusammenhang an Frau Birgit Willatowki und Frau Maria Krosse. 

05.August 07 Inzwischen ist Selma wirklich ein festes Bestandteil unserer Herde. Sie gehört jetzt fest dazu und kann sich inzwischen auch schon gegen die frechen Ponys wehren. Ein bißchen kann noch auf ihren Rippen aber das schaffen wir auch noch. Es ist ein unheimlich schönes Gefühl, zu erleben, wie aus dem Pferdewrack ein lebensfrohes glückliches Pferd geworden ist. Danke an alle, die dabei geholfen haben.

Seit wir Selma hier haben, weiß ich endlich wieder, das daß alles hier Sinn macht. Danke an alle, die mit uns für Selma gekämpft haben.

Uns waren leider nur 2 Jahre und 71 Tage mit Selma vergönnt. Am 11.02.09 verstarb sie in den Armen der Menschen, die sie über alles geliebt haben. Wir alle werden die Zeit voller Sorge, aber auch voller Glück, mit ihr nie vergessen. Selma, Du hast uns mit Deiner Liebe gezeigt, das sich jeder Kampf um das Leben eines Tieres lohnt. Danke für jede Minute, die wir mit Dir gemeinsam verbringen durften. 

Ganz herzlich möchten wir uns für die Hilfe für Selma bedanken bei:

Elke Bieg, Wendlingen; Monika Steffen-Koch vom Islandpferdehof Hestavin aus Püttlingen; Manuela und Anni Axmann, Aichwald.; Nadja Künstler, Salzgitter; Familie Gräser, Taucha; Martina Röhle, Erlangen; Birgitt Ritter vom Ponyhof-Wolteritz; Tierarztpraxis Cornelia Schulz, Borsdorf; Sabine Rodrich vom Kastanienhof, Schnedinghausen; Alice Ruhhammer vom Crioscha-Hof, Cadolzburg, Lisa Blohmann, Kölsa; Sandra Fürus, Braunschweig; Maria Krosse, Leipzig;


Eine Pferdehaltung besonderer Art erlebten wir in einem kleinen Dorf am Gründonnerstag 2006. Auf Bitte einen Tierschutzvereins holten wir den ca. 16-18 jährigen Shettyhengst Klaus aus einem "Stall". Das fast verhungerte Tier stand auf mindestens einem halben Meter Mist. Die Hufe sahen mehr aus wie Puckschuhe, als nach Huf . Das Tier war kaum noch in der Lage zu laufen. Nach Angabe seines ehemaligen Besitzers unverträglich mit anderen Pferden, wusste Klaus bei seiner Ankunft bei uns kaum, wie im geschah und er versuchte gleich mit jedem Pferd und Pony bei uns Kontakt aufzunehmen.

Jetzt werden erstmal seine Hufe gemacht und Klaus mit gutem Futter versorgt. Der kleine Mann hat einen unheimlichen Lebenswillen und so hoffen wir, das wir ihm hier noch ein gutes, langes Ponyleben ermöglichen zu können.  Es wäre schön, wenn uns jemand in Form einer Patenschaft für Klaus dabei unterstützen könnte.

Ein großes Dankeschön geht an den Hufschmied Manfred König in Leipzig. Er hat heute, obwohl Feiertag, gleich alles stehen und liegen gelassen, als er von Klaus hörte. Er meinte, so etwas habe er in seiner 50 jährigen Tätigkeit als Hufschmied noch nicht erlebt. So steht nach anstrengender Arbeit Klaus endlich wieder fast normal auf seinen Beinen. Bis er richtig laufen kann, wird es allerdings noch eine Zeit dauern. Ein großes Kompliment möchte ich den jungen Helfern des Hofes, Sasi, Jesie, Maria und Jana aussprechen. Sie haben in den letzten beiden Tagen wie wild für Klaus geschufftet. Ohne Ihre Hilfe hätte der kleine Mann keine Chance gehabt.

Neues von Klausi. Inzwischen hat Klausi gute Fortschritte gemacht. Er hat schön zugenommen und hat eine unbändige Lebensfreude. Inzwischen teilt sich Klausi mit dem alten Shetty Prinz seinen Auslauf. Die beiden alten Ponys verstehen sich sehr gut. Auch hat Klausi die anderen Ponys schon kennengelernt. Leider müssen wir ihn aber noch getrennt von den anderen Pferden und Ponys halten, da er im Notfall noch nicht schnell genug ist, um anderen Tieren auszuweichen.

Ein großes Dankeschön geht auch an Frau Nadja Künstler aus Salzgitter. Sie hat spontan Geld für Klausi an uns überwiesen. Ebenso möchten wir uns bei Frau Anja Kasten aus Saarbrücken bedanken, die gleich die Patenschaft für Klausi übernommen hat.

Für Klausi kam auch eine Geldspende von Frau Monika Steffes-Koch aus Püttlingen. Ebenso hat Sie uns ein Paket mit Verbandzeug, Jod und Salben geschickt, die wir dringend für die Versorgung unserer Tiere brauchten. Danke dafür.

Ein großes Herz für Klausi hatten die Kinder der Kindertagesstätte in Röblingen am See. In diesem kleinen Ort haben wir Klausi gefunden. Die Kinder haben ihr Taschengeld für Klausi gespendet. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Nachdem viele Leute nach Klausi gefragt haben, hier ein aktuelles Foto von Klausi und seinen Freund Prinz. Das Foto stammt vom 2.Dez. 2006 In diesem Zusammenhang vonmals vielen Dank an all die Tierfreunde, die uns beim aufpäppeln von Klausi geholfen haben.

Klausi hat sich inzwischen so gut erholt, das er gemeinsam mit den anderen Pferden und Ponys zusammen steht. Es sieht zwar nicht besonders schön aus, wenn er läuft, aber er hat keine Schmerzen und ist teilweise ganz schön flott unterwegs. Er genießt das Zusammenleben mit den anderen Tieren. Aber am liebsten hat er es immer noch, wenn sich jemand Zeit für ihn nimmt und mit ihn schmust und ihm Leckerchen zusteckt. Dann ist seine Welt ganz in Ordnung.

Am 22. April 2009 hat Klausi den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten.


Solange Menschen denken, das Tiere nicht fühlen, solange müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

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