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An einer Stelle der Ewigkeit gibt es einen Platz, den man Regenbogenbrücke nennt.

Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemandem zusammengelebt hat, begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke.

Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde, damit sie laufen und zusammen spielen können. Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden.

Alle Tiere, die einmal krank waren, sind wieder heil und stark, so wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern, wenn die Zeit vergeht.

Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einem kleinen bisschen; Sie vermissen jemanden bestimmtes, jemanden, den sie zurückgelassen haben.

Sie alle laufen und spielen, aber der Tag kommt, an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam, der Körper ist unruhig. Plötzlich trennt es sich von seiner Gruppe, fliegt förmlich über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller.

Noch bist Du wie ein Punkt in der Unendlichkeit, doch wenn Du und Dein Freund sich dann endlich treffen, gibt es nur noch Wiedersehensfreude, die nicht enden will.

Die glücklichen Küsse regnen über Dein Gesicht, Deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf und Du siehst einmal mehr in die treuen Augen Deines Tieres, die Du lange nicht mehr gesehen, die Du aber niemals aus Deinem Herzen gelassen hast.

Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke

                                                             Verfasser unbekannt


An der Regenbogenbrücke warten:

Wieder hieß es Abschied zu nehmen. Diesmal von unserem Sorgenkind, der alten Stute Selma. Sie war am 2. Dezember 2006 fast verhungert zu uns gekommen (siehe auch Tiernotfälle) und wir haben lange gekämpft, um sie am Leben zu erhalten. Leider waren uns nur 2 Jahren und 71 Tagen mit ihr vergönnt. Tage, die wir nie mehr missen wollen, voller Liebe und Lebensfreude. Gestern, am 11.02.09 verstarb sie in den Armen der Menschen, die sie über alles geliebt haben.

Quincy lebe mit kurzer Unterbrechung fast vierzehn Jahre bei uns. Er war ein Kämpfer und obwohl er  die Hinterbeine kaum mehr belasten konnte, gab er nicht auf. Zwar konnte er keine großen Strecken mehr laufen und war inkontinent, aber er liebte sein Leben und vor allem die Leckereinen. Er strahlte bis zum Schluss  eine Lebensfreude aus, die uns alle sehr bewegte.

Lisa war eine ruhige alte Hundedame. Vor einem Jahr haben wir sie noch operieren können und es wurde ihr eine Milchleiste entfernt. Obwohl sie auch da schon ein beachtliches Alter hatte, steckte sie die OP ohne Probleme weg. Jetzt war die andere Milchleiste in wenigen Tagen dick angeschwollen und sie sollte noch mal operiert werden. Bei der Voruntersuchung wurde dann aber fest gestellt, das ihre Lunge schon voller Metastasen war und so entschlossen wir uns, sie auf die letzte Reise zu schicken.

Nach vier Jahren auf dem Hof mussten wir unserer alten Trakehner Marco im Alter von fast 34 Jahren gehen lassen. Er wollte einfach nicht mehr und hat aufgegeben. Er wird hier fehlen, er hat uns mit seinen Streichen immer ganz schön in Atem gehalten.

Wir haben uns noch nicht vom Schock über Loros Tod erholt, da mussten wir einen weiteren Hund auf seinem letzten Weg  über die Regenbogenbrücke begleiten. Die sechzehnjährige Neufundländermixhündin Hexe hatte einfach aufgegeben und verweigerte das Futter. Auch bekam sie kaum noch mit, was um sie herum auf dem Hof passierte. Sie machte den Eindruck, daß sie gar nicht mehr weiß, wo sie sich überhaupt befindet. So haben wir den schweren Entschluss gefasst, sie gehen zu lassen. So konnte sie hier auf dem Hof friedlich einschlafen.

Während einer Rettungsaktion erreichte uns die traurige Nachricht, das die alte Minishettystute Conny tot zusammengebrochen ist. So konnten wir am späten Abend nur noch gemeinsam mit ihrer Tochter Manu und ihrem besten Freund Willi Abschied von dem kalten Körper nehmen. Leider waren der über 30 Jahren alten Conny nur knapp sechs Jahre auf dem Hof gegönnt.

Ich kann es nicht glauben, aber leider ist es wahr. Loro, dieser wunderbare, einzigartige Hund ist von uns gegangen. Wir haben alles versucht, um ihn zu retten, aber ohne Erfolg. Er ist einfach zusammengebrochen und bei der Notoperation nicht mehr aufgewacht. Er hatte einen Milzriss bedingt durch einen großen Tumor an der Milz, der schwer zu entdecken war.

Im stolzen Alter von 32 Jahren verstarb während des heißen Sommers das ehemalige Circuspony Onkel Charly. Wir fanden ihn morgens tot in seinem Stall liegend vor. Er lebte fast sechs Jahre bei uns. Diese Jahre hat der halbblinde Wallach sichtlich genossen. Um ihn trauern besonders seine langjährige Lebensgefährtin Lissy und sein großer Freund, Trakener Marco.

Alleine gelassen hat die siebzehnjährige Katzendame Punky ihre Schwester Ramsa. Punky, die altersbedingt schon ein bißchen kränkelte, schlief im Januar einfach ein. Die verschmuste Katzenlady hinterläßt eine große Lücke. Im Herbst ist ihr ihre Schwester Ramsa gefolgt. Jetzt sind Beide wieder vereint.

Nach vierzehn schönen Jahren schlief unsere Katze Buggy friedlich auf ihrem Lieblingsplatz ein. Sie wurde damals als erwachsene Katze wegen eines Umzuges abgegeben.

Auch ein Opfer des heißen Sommers wurde der 22 jährige Norwegerwallach Samurai. Der hochgradig dämpfige Wallach war erst Ostern zusammen mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Angelique über einen Tierschutzverein zu uns gekommen. Obwohl sich der Zustand von Samurai zu bessern schien,  baute Samurai während der heißen Wochen im Juli immer mehr ab und so mussten wir uns von ihm verabschieden. Es war keine leichte Entscheidung, aber für ihn sicher die Richtige. Leb wohl, geliebter Samurai. 

Nur zwei Jahre bei uns blieben der alten Pekinesenhündin Lilo.  Die wahrscheinlich als Zuchthündin ausgediente kleine Hündin kam blind zu uns. Ein Auge war ihr ausgeschlagen worden, auf dem anderen war sie blind. Ihr Körper war übersät mit Brandmalen von Zigaretten. Lilo war von ihrem Vorbesitzer einfach in einer Baugrube entsorgt worden. Trotzdem hatte Lilo noch Freude am Leben und alle Hunde respektierten sie. Sie starb während der Hitzeperiode an ihrem Krebsleiden.

Kimba haben wir in einem Winterquartier eines Circus gefunden. Er war ein einem winzigen Verschlag untergebracht und konnte kaum mehr laufen. Das hat er bei uns wieder gelernt. Der Gang war zwar nicht mehr perfekt, aber er hatte noch zwei schöne Jahre hier, bis er an Altersschwäche starb.

Bali war eine ältere Wohnungskatze. Leider hatte sie einen großen Drang nach draußen, so kam sie zu uns. Diesen Herbst schaffte sie es gerade noch, nach Hause zu kommen und fiel hier mit einem Herzversagen tot um.

Christo wurde uns regelrecht aufgedrängt. Der Kater in besten Jahren war durch einen Autounfall schwer verletzt worden und konnte seinen Kot nicht mehr halten. Wo er ging oder saß hinterließ er seine Spuren. Deswegen kam er zu uns. Christo hat aber trotz seines Handicaps nie die Freude am Leben verloren und war ständig auf Achse. Diesen Sommer reichte seine Kraft aber nicht mehr und er verstarb.

Bella, eine alte Hundedame kam auf Bitten eines Tierheimes zu uns. Die Hündin vertrug den Stress mit den anderen Hunden im Zwinger nicht und baute immer mehr ab. Dazu hatten sich die ersten Krebstumore bereits gebildet. Wir konnten Bella mehrere Jahre hier ein schönes Zuhause bieten, auch wenn sie einen manchmal ganz schön schaffen konnte. Bei Regen ging Bella grundsätzlich nicht vor die Tür, da konnte man machen was man wollte. Leider musste sie eingeschläfert werden, da der Krebs ihr ein schmerzfreies Leben nicht mehr möglich machte. 

Ziano, ein reinrassiger Collie, wurde durch eine Rechtsanwältin von einer sogenannten Hundehilfe befreit. Der Hund wurde dort unbehandelt von einer Pflegestelle in die andere gereicht, obwohl der Hund ständig Medikamente nehmen musste und keine Treppe mehr steigen konnte. Bei uns erreichte er das stolze Alter von 15 Jahren. 

Fee, eine ehemalige wilde Katze, wurde von einem Kleingärtner aus der gegenüberliegenden Kleingartensparte mit voller Absicht überfahren. Dies wurde von Zeugen beobachtet. Fee war erst ca. drei Jahre alt und hatte ihr leben noch vor sich. Fee brauchte lange, bis sie dem Menschen traute. Das ihr Misstrauen gerechtfertigt war, zeigt ihr sinnloser Tod.

Auch Mella wurde das Opfer von einem rücksichtslosen Autofahrer. Mella war ein Opfer der Sommerferien und einfach in der Stadt ausgesetzt worden.

Little, ein Shettlandpony wurde bei einer Wohnungsräumung ein einem Verschlag entdeckt. Dort lebte das Tier seit vielen Jahren. Die Hufe sahen aus wie Puckschuhe und das Tier war fast verhungert. Dazu stellte sich noch heraus, das Pony war Alkoholabhänig, da sein Besitzer diesen mit ihm teilte. Trotzdem lebte Little hier noch fünf glückliche Jahre als Liebling aller Kinder und Besucher. Anschluss an die anderen Ponys fand er allerdings nie, da er zulange alleine stand. So wurden die Hunde zu seinen Freunden.

Samson war ein Fundtier und kam als Katzenkind zu uns. Sein Leben war leider sehr kurz und wurde durch ein Auto beendet. Samson war mehr Hund als Katze. Er hatte keinerlei Respekt vor den Hunden und vertrieb diese sogar von ihren Futterschüsseln.

Princes ließ sich, obwohl sie viele Jahre hier auf dem Hof lebte, von niemanden anfassen. Aber sie kam, wenn man sie rief sofort an. Leider konnte sie sich nie entscheiden, ob sie draußen oder im Haus sein wollte. War sie drinnen, wollte sie bald wieder raus, dann aber auch schnell wieder rein. Sie hätte einen eigenen Pförtner gebrauchen können. Sie wurde von einem Auto angefahren und schwerverletzt einfach liegengelassen. Obwohl wir um ihr Leben kämpften, verloren wir sie.

Lucie blieb leider nicht viel Zeit bei uns. Sie starb an den Folgen einer leider nötigen Operation. Gerade für einige der jungen Mitstreiter ist sie unvergessen . Lucie kam zu uns, weil sie mit Männern absolut nicht klar kam. Wenn man nicht aufpasste, griff sie Männer sofort an. Zwar hatte sich das etwas gebessert, aber dann kam der Abschied, viel zu früh und einem Schock gleich. Wir sehen uns an der Regenbogenbrücke wieder.

Auch Brana wartet jetzt an der Regenbogenbrücke. Die alte Islandstute starb im Januar an plötzlichen Herzversagen. Obwohl sie nur drei Jahre bei uns lebte, war es so, als lebte sie schon immer bei uns. Sie gehörte einfach zu dem Hof und es ist fast nicht zu glauben, das sie nicht mehr da ist.  

Solange Menschen denken, das Tiere nicht fühlen, solange müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

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